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February 23 2012
Falls noch jemand Fragen zu Gauck hat: die taz klärt ...
Bei der Gelegenheit sei auch mal mit dem Mythos aufgeräumt, der Gauck sei Bürgerrechtler in der DDR gewesen. Der war Pfaffe, und zwar ein "dialogbereiter". Mit anderen Worten: der war so unkritisch, dass er und seine Kinder frei in den Westen reisen durften (der Artikel ist von 2010).
Wem das noch nicht reicht:
So mag der künftige Bundespräsident keine Stadtviertel mit "allzu vielen Zugewanderten und allzu wenigen Altdeutschen", will das "normale Gefühl" des Stolzes aufs deutsche Vaterland "nicht den Bekloppten" überlassen, missbilligt es, "wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird", besteht darauf, dass der Kommunismus "mit ausdrücklichem Bezug auf die DDR als ebenso totalitär eingestuft werden muss wie der Nationalsozialismus", trägt es den SED-Kommunisten nach, das "Unrecht" der Vertreibung "zementiert" zu haben, indem "sie die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten", und fragt – nicht ohne die Antwort zu kennen –, "ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen".Im Übrigen fand er nichts dabei, dass der Verfassungsschutz die Linkspartei ausspioniert. Die würden das ja nicht ohne Grund tun.
Der hat die Stasi-Akten-Behörde gekriegt, weil ja jemand dafür sorgen musste, dass nur Schmutz über die Stasi-IMs rauskommt, und nicht der Schmutz über die westlichen Politiker. Da braucht es einen besonders biegsamen Wendehals zuverlässigen Antikommunisten. Jemanden wie Gauck.
Update: Zur Abrundung des Bildes sei noch dieser Rant von Diestel verlinkt. Diestel war eine Blockflöte, der Gründer der Ost-CDU, und im Kabinett von De Maiziere war er dann Innenminister. Der Rant liest sich leider zu sehr nach Vendetta, als das man das wirklich genießen könnte, aber er zitiert da aus Akten, die sonst wohl niemand gesehen hat. Die über Gauck selber. Die sind nämlich verloren gegangen in der Gauck-Behörde. Wie auch diverse andere Kompromat-Akten, die Bürgerrechtler zuvor noch gesehen hatten. Diestel hatte wohl eine Vendetta gegen Gauck, weil er das Amt eigentlich haben wollte.
Update: einen hab ich noch.
Ich höre gerade, dass Apple in OS X Lion Tastatur-Autorepeat ...
Aber gut, Apple-Rechner sind ja eh nicht dazu da, bedient zu werden, oder damit man mit ihnen gar arbeitet. Eher so als Statussymbole, zum hinstellen und wie Retro-Scifi aussehen.
Und so wird man es los, damit ihr auch morgen noch kraftvoll AAAAAAAAAAAARGH schreiben könnt.
Gute Nachrichten: ACTA ist so gut wie tot. Die Aigner ...
Und wer erinnert sich nicht voller Genugtuung, wie die Aigner eigenhändig Facebook abgeschaltet hat.
Als die Staatsanwaltschaft kino.to zugemacht hat, haben ...
Die BESTEN der BESTEN der BESTEN, SIR!
Nicht mal eine statische "diese Domain ist beschlagnahmt"-Seite kriegen diese Spezialexperten hin!
Ein Informant hat mir gerade den wahren Grund für ...
Der Kalte Krieg zwischen den Internet-Riesen geht in ...
Wir sind immer noch bei den 3rd party cookies. In IE kann man auch sagen, dass man keine 3rd party cookies will. Aber es stellt sich heraus, dass IE die trotzdem speichert, wenn der Cookie-Setzer eine P3P-Policy mitschickt. Das ist eine der hirntotesten Ideen aller Zeiten. Die IE-Leute haben ein Beispiel von www.microsoft.com:
P3P: CP="ALL IND DSP COR ADM CONo CUR CUSo IVAo IVDo PSA PSD TAI TELo OUR SAMo CNT COM INT NAV ONL PHY PRE PUR UNI"Völlig offensichtlich: das ist voll für den Fuß, geht gar nicht, der Erfinder gehört an die nächste russische Marssonde genagelt. Aber das ist noch nicht der Lacher. Der Lacher ist: Google schickt einen fehlformatierten P3P-Header, nämlich diesen hier:
P3P: CP="This is not a P3P policy! See http://www.google.com/support/accounts/bin/answer.py?hl=en&answer=151657 for more info."Und was tut IE damit? Was die Spec sagt. Die Spec sagt: wenn du ein Token nicht kennst, ignoriere es. Also ignoriert IE alle Tokens. Und ist damit in dem Zustand: es gibt ein P3P-Statement. Und lässt den 3rd party cookie durch.
Ein epic fail auf Seiten Microsofts in meinem Buch. Um so peinlicher, dass sie das jetzt als böses Herumgehacke durch die fiesen Privacy-Freibeuter bei Google darzustellen versuchen.
Islands Ansatz, mit der Bankenkrise umzugehen, funktioniert. ...
Since the end of 2008, the island’s banks have forgiven loans equivalent to 13 percent of gross domestic productUnd im Vergleich mit anderen Krisenländern läuft das richtig gut!
The island’s steps to resurrect itself since 2008, when its banks defaulted on $85 billion, are proving effective. Iceland’s economy will this year outgrow the euro area and the developed world on average, the Organization for Economic Cooperation and Development estimates. It costs about the same to insure against an Icelandic default as it does to guard against a credit event in Belgium.In Umfragen wollen die Isländer mehrheitlich auch gar nicht mehr der EU beitreten. Warum auch, das ist ja offensichtlich ein sinkendes Schiff. Man muss nur gucken, was wir mit Griechenland machen, das ist nämlich das Gegenteil, und es hat auch die gegenteiligen Auswirkungen. Das sehen inzwischen auch die EU-Funktionäre so.
Nachdem die Jugendorganisation in der Linkspartei Georg ...
Aber hey, für die Linken gilt natürlich das selbe, was auch für die Piraten gilt: jetzt ist es zu spät. Jetzt hat die Springerpresse schon einen Konsens für Gauck herbeigeschrieben.
Wisst ihr, wann der richtige Zeitpunkt gewesen wäre? Ich weiß das zufällig noch. am 17. Februar vormittags.
Mal gucken, wie viel Versagertum die Piraten noch brauchen, bis sie kritikfähig werden. Und wieviel mehr, bis sie aus ihren Fehlern zu lernen anfangen.
Chip im Reisepass beschädigt? Dann lässt einen American ...
Habt ihr schon genug von dem Dreck über Gauck? Habt ...
Ja?
Zugegeben, ich habe auch keinen Bock mehr auf den Themenkomplex. Lässt sich ja eh nicht mehr realistisch ändern, dass der das wird.
Aber falls doch noch jemand wissen will, wie der Gauck wirklich drauf ist, wenn er im Ausland in ein Mikrofon spricht, und den Eindruck hat, das fiele möglicherweise nicht so auf ihn zurück, was er jetzt sagt, dann sei euch dieses NZZ-Interview-Transkript ans Herz gelegt. Ich zitier da jetzt mal nichts draus, ihr sollt das schließlich selber rezipieren. Nicht zuletzt damit es danach nicht wieder die billige Kritik mit dem "das waren ja bloß unzulässig verkürzte Zitatfetzen" gibt.
An der Stelle sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass mehr als unzulässig verkürzte Zitatfetzen in Deutschland mit dem Urheberrecht kollidieren. In den USA copy+pasten die Blogs dann gerne mal die komplette Originalquelle in ihr Blog, in Deutschland hat man da gleich die Verlegermafia am Bein, die ja sogar schon so tief gesunken waren, auf einzelne Worte und Überschriften ein Schutzrecht für sich abzuleiten zu versuchen.
Update: Per Mail kommt noch dieser Link rein gerade, der sich auch länglich damit beschäftigt, was der Gauck denn jetzt gesagt hat, wenn man mehr Kontext reinzieht.
Ich fragte mich vorhin, was eigentlich der dritte Strike ...
Oder hab ich was übersehen?
Ich bin ja kein Freund von Three Strikes. Aber wer dreimal in Folge so massiv verkackt, der kann nicht mehr mit "hach wir sind halt neu und noch nicht so lange dabei" kommen.
Oh und ich will auch kein "hättest du doch gleich gesagt, dass wir nicht gleich nominieren müssen sondern ein Tweet schon gereicht hätte". Liebe Piraten, ich bin nicht euer Kindermädchen. Von mir gibt es gelegentlich mal einen freundlichen Hinweis, aber keine Todo-Liste mit konkreten Anweisungen zum hirnlosen abarbeiten. Das Ziel ist, dass ihr das irgendwann ohne fremde Hilfe könnt, nicht dass ihr jetzt konkret das tut, was ich euch sage.
So viel Unverständnis wie mir gerade von Piraten entgegenstößt, ...
Ja, die Piraten haben ACTA-Demos organisiert. Fragt mal eure Großeltern, wie das bei denen ankam. Hint: "die Chaoten aus dem Internet". Und dabei hat sich die Presse so bemüht, die inhaltlichen Kritikpunkte an ACTA wiederzugeben. Aber Guy Fawkes-Masken sind halt mit Anonymous identifiziert, nicht mit den Piraten.
Was ihr mal verstehen müsst: die Piraten haben gerade eine einzigartige Chance. Nur mit meinem Vorschlag, den Schramm zum Präsidenten zu machen, hat es schon eine DPA-Meldung losgetreten. Weil die eh alle Gewehr bei Fuß standen und über die Piraten berichten wollen. Die warten alle nur darauf, dass da mal was kommt, das auch genug hermacht, dass man es dem Volk in den Fernseher leiten kann. Aber von den Piraten kommt wer? Eine Ex-CDU-Schlaftablette.
Überlegt mal, was die Contentmafia oder ein Laden wie BITKOM für Kohle in die Hand nehmen müssen, um für ihre Inhalte eine DPA-Meldung loszutreten! Was die Industrie für die INSM ausgibt! Was die Bertelsmannstiftung kostet! Das kriegt ihr gerade geschenkt. Alles was ihr tun müsst: denen zum richtigen Zeitpunkt etwas schön plakatives geben, das genug Wumms hat, um für die Medien interessant zu sein.
Das öffentliche Nachdenken über eine Schramm-Nominierung wäre sowas gewesen.
Wenn man so eine Gelegenheit herbeiführen will, muss man richtig Aufwand treiben. Z.B. könnten die Piraten gezielt die GEMA herausfordern, und einen Piratensender in Bundestagsnähe betreiben, und es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Das ist mit Kosten, Mühe und Risiko verbunden. Die Schramm-Geschichte wäre kostenlos gewesen.
Oder ihr könntet "gefälschte" Krebsmedikamente beschaffen, die nach ACTA verboten wären, und dann eine Aktion mit Krebskranken machen. Dann hättet ihr einen Aufhänger, mit dem man der Zielgruppe erklären kann, wieso ACTA schlecht ist.
Generell ist das Muster, aus etwas abstraktem etwas sehr konkretes zu machen, das sich zeigen lässt. Genau wie Jauch und co, die in ihren Talkshows immer einen Betroffenen haben, dessen einzige Funktion ist, das abstrakte Problem konkret zu machen.
Warum habe ich ACTA überhaupt angesprochen? Weil man bei ACTA das Problem gut sehen kann. Die Demos haben einen Impuls geschaffen, der danach Bewegung mit Masseträgheit freisetzt. Der Impuls ist notwendig, aber nicht hinreichend. Man muss auch die Bewegung lenken. Wenn man das nicht tut, kann die Regierung die Bewegung lenken und ein Hütchenspiel bringen, wie sie das jetzt auch versuchen. Erst "wir sind nicht mehr für ACTA" dann "aus formalen Gründen" und dann, ne Woche später, wenn die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird, sind sie doch wieder für ACTA. Die anderen Regierungen sind ja genau so, die spielen jetzt alle auf Zeit. "vorübergehend ausgesetzt", "da sind noch Fragen zu klären". Wo ist jetzt die Medienpräsenz der Piraten? Wo ist der Fragenkatalog, der aus Sicht der Piraten ganz konkret zu klären ist? Und zwar Fragen, die die Oma am Kamin versteht. Krebsmedikamente z.B.
Hach, dieser Georg Schramm ist ein Profi. Was für ...
Immerhin, völlig für die Katz war es nicht, auch ohne die Piraten gab es Widerhall, und wenn es sonst nichts gebracht hat, so war es gut für Schramms Karriere, für Lafontaine und Wagenknecht (die sich jetzt als eigenständig denkende Nicht-Blockflöten präsentieren konnten), und für die Piraten.
Naja, vielleicht ist das auch besser so, dass die Piraten nichts erreichen im Moment. Vielleicht ist das ein Schutzmechanismus. Wer politisch noch nicht fit genug ist, sich das Rampenlicht zu erkämpfen, dem sollte man auch noch keine Entscheidungen überlassen. Die sollten ihre Zeit mit Infighting verbringen, bis sie soweit sind.
Update: Ist euch aufgefallen, wie der Schramm in den paar Minuten Interview mehr Präsidentschaft ausstrahlte und mehr Dinge angesprochen hat als Wulff in seiner gesamten Amtszeit?
Adobe stellt Flash für Linux weitgehend ein, will ...
Daher sage ich mal voraus: ein paar Geeks werden daran arbeiten, das so zu machen. Im Großen und Ganzen ist das bloß ein weiteres Argument für HTML5 und gegen Flash. Flash ist ja eh am Sterben. Good Riddance.
Na das ist doch mal ein schöner Meilenstein: Erster ...
Was tut eigentlich der Unterausschuss Neue Medien im ...
Wenn ihr euch das auch fragt, dann hab ich hier die Antwort. Die "untersuchen" unter Vorsitz eines Marktgläubigen üblen Neocons Marktwirtschaftsexperten von der Splitterpartei FDP ... na? Kommt ihr NIE drauf! ... die Neutralität von Suchmaschinen!
Sie nennen natürlich nur eine Firma. Google.
Aber wartet, das ist noch nicht der Grund, wieso ich darauf hinweise. Guckt mal, wen die als "Experten" eingeladen haben:
Liste der geladenen SachverständigenIch werte das als Versuch der FDP, Google mit dem Zaunpfahl zu winken, dass sie auch gerne von Google gewulfft werden wollen, und zwar mindestens so viel wie von der Verlegermafia.
- Dr. Christoph Fiedler, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)
- Helmut Verdenhalven, Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV)
- Annette Kroeber-Riel, Google Germany GmbH
- Dr. Arnd Haller, Google Germany GmbH
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